Interview mit Tomás Hirsch: „Die Sozialdemokratie befindet sich in einer Krise, weil sie eine schlechte Kopie der Rechten ist“

Interview mit Tomás Hirsch, humanistischer Abgeordneter in Chile, das während des Europäischen Humanistischen Forums 2018 in Madrid geführt wurde.

Hirsch spricht über Konvergenz und politische Allianzen, über die Krise der Linken in Europa, die Rolle von Abgeordneten und die Beziehungen zu sozialen Bewegungen.

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EHF2018 Erklärung zur Unterstützung der Mapuche

In der Schlusssitzung des Europäischen Humanistischen Forums 2018 verabschiedete das Plenum durch Beifallskundgebung für das indigine Volk der Mapuche, die wir hier veröffentlichen.

Der chilenische Abgeordnete Tomás Hirsch, Sprecher im Forum, versprach öffentlich, die Erklärung den Mapuche-Häftlingen zu übergeben.

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Hoffnungs- und Bedeutungsvoll – Das Europäische Humanistische Forum, Madrid 2018

Von Silvia Swinden für Pressenza.

Der Richter Baltasar Garzón, der dazumal unermüdlich dafür gekämpft hat, dass der unter dem Schutz von Margaret Thatcher stehende ehemalige Diktator Pinochet ausgeliefert wird und wegen Völkermord vor Gericht kommt – Nicole Ndongala, Flüchtlingsaktivistin, Spanisch/Kongolesin, Verteidigerin der Menschenrechte von Migranten; Guillermo Sullings, argentinischer Ökonom, der die Schritte zu einer Universellen Menschlichen Nation vorstellt – Carlos Umaña, Arzt und Aktivist gegen Atomwaffen, verantwortlich für die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in Costa Rica – Piero P. Giorgi, Friedensaktivist und neuseeländischer Neurowissenschaftler – Riccardo Petrella, italienischer Politikwissenschaftler und Ökonom in Belgien – Die Humanistin Sabine Rubin, Abgeordnete der französischen Nationalversammlung für Frankreich Insoumise – Clara Gomez Placito, Sozialanthropologin und Aktivistin von Konvergenz der Kulturen – Marianella Kloka, Herausgeberin von Pressenza Athen – Mayte Quintanilla, aus Madrid von den Humanisten für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Und das sind nur die Diskussionsteilnehmer der Eröffnungsrunde?

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Abschlusserklärung des 5. Europäischen Humanistischen Forums 2018

Liebe Freunde, wir haben uns hier in Madrid am 11., 12. und 13. Mai getroffen, zu einem Zeitpunkt, an dem wir uns viele Sorgen machen, sowohl über die soziale Situation in der Welt, in der die Gewalt weiter wächst und in der das Leben jeden Tag schwieriger wird, als auch über das emotionale Gleichgewicht und das Innenleben der Menschen in unserer Gesellschaft. Sinnentleerung und fehlendes Vertrauen, dass es möglich ist, die Dinge zu ändern, führen zu Verzweiflung, Intoleranz, Nihilismus, emotionaler und psychischer Gewalt und manchmal auch zu Selbstmord.

Trotz dieser schlimmen Situation haben wir bei diesem Forum erleben dürfen, wie gleichzeitig eine andere Realität entsteht, die im „offiziellen“ Diskurs nicht auftaucht. Wir konnten Beispiele dieser Universellen Menschlichen Nation sehen, die nicht nur in einer fernen Zukunft liegt, sondern die schon heute entsteht und wächst. Ihre Existenz durften wir in diesen drei Tagen erfahren und erleben.

In 21 Arbeitsbereichen, an denen über 600 Menschen aus 40 Ländern teilnahmen, haben wir uns über eine breite Palette von Themen ausgetauscht, die kaum zusammengefasst werden können. In den nächsten Wochen werden wir all diese Themen auf unserer Webseite zu publizieren, sowie auch in einem Buch verarbeiten, das sobald wie möglich erscheinen soll.

Im Verlauf dieses Forums haben wir kontinuierlich nach dem gesucht, was uns in unserer Vielfalt verbindet: die Erkenntnis, dass wir all diese Probleme zwar nicht alleine lösen können, wohl aber durch absichtlichen Bemühungen jedes Einzelnen und gebündelt in einer konvergenten Richtung all jener überall auf der Welt, die sich als Humanisten oder ihnen nahestehend fühlen.

Aber was ist es nun genau, dass uns in diesen so intensiven Tagen verbunden hat? Und wie werden sich die Erfahrungen dieses Forums in die Zukunft übersetzen?

Die Essenz dessen, „Was und verbindet“ ist die Erkenntnis, dass das menschliches Leben der höchste aller Werte ist, der über Geld, Staat, Religion, sozialen Modellen oder wirtschaftlichen Systemen steht. Es ist die Förderung von Gedanken- und Meinungsfreiheit, von gleichen Rechten und Möglichkeiten für alle. Es ist die Anerkennung und Förderung der Vielfalt von Lebensweisen und Kulturen. Und es ist die Ablehnung von Diskriminierung jeglicher Art und der aufrichtige Widerstands gegen alle Formen der Gewalt, sei sie physischer, ökonomischer, rassistischer, religiöser, sexueller, psychologischer oder moralischer Art.

Die Welt, in der wir heute leben, befindet sich an einem Scheideweg, der neue Antworten und ein neues Bewusstsein braucht. Heute ist es notwendig, nach guten Kenntnissen und Wissen zu suchen. Je mehr diese Suche voranschreitet, desto weniger wird der Schmerz und das Leid, das wir als menschliche Wesen empfinden. Gute Kenntnisse, führt uns zu Gerechtigkeit und Versöhnung. Und es führt uns auch zur Anerkennung dessen, was in jedem von uns tief verborgen schlummert: der heilige, unantastbare und unverletzliche Funke unseres menschlichen Bewusstseins.

Wir sind verbunden durch die Nichtdiskriminierung von anderen aufgrund ihrer Religion oder Konfessionslosigkeit. Wir sind verbunden durch die gemeinsame Freiheit, unsere eigene Spiritualität und unseren eigenen Glauben an die Unsterblichkeit und an das, was heilig ist, zu leben und zu erklären, oder es eben nicht zu tun. Und wir sind verbunden durch den erneuten Ruf nach der Jahrtausend-alten goldenen Regel, die die Menschheit in den besten Momenten ihrer Geschichte begleitet hat, und die da lautet: „Behandle andere so, wie du selber behandelt werden möchtest“. Schlussendlich sind wir verbunden durch den gemeinsamen Wunsch nach einer neuen Kultur der Versöhnung und der Gewaltfreiheit.

Liebe Freunde, die Arbeit zu diesem Forum hört nicht mit der heutigen Abschlussveranstaltung auf, dies ist lediglich ein Moment der Synthese. All die verschiedene Initiativen, Projekte und Vorschläge, die wir in diesen Tagen gehört haben, werden sich weiter in die Richtung entwickeln, die durch dieses Forum aufgezeigt wurde, und uns zu einem weiteren Moment der Synthese in einer nicht allzu fernen Zukunft führen.

So können wir nun auch mit großer Freude verkünden, dass dieses Forum in zwei Jahren erneut stattfinden wird.

Dafür schlagen wir Rom, Italien, am 12., 13. und 14. Juni 2020 vor.

Friede, Kraft und Freude für alle!

Madrid, 13. Mai 2018

Parlamentarier aus vier Ländern unterzeichnen die Verpflichtung zum Atomwaffenverbotsvertrag

Am Samstag, den 12. Mai, unterzeichneten Parlamentarier aus Spanien, Frankreich, Chile und Argentinien die parlamentarische Verpflichtung von ICAN zur Unterstützung des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen. ICAN erhielt den Friedensnobelpreis 2017 für die Bemühungen, den Vertrag ins Leben zu rufen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Europäischen Humanistischen Forums 2018 statt als Zeichen der Ablehnung der Entscheidung von Donald Trump, das Atomabkommen mit dem Iran zu kündigen. Die Parlamentarier Tomás Hirsch aus Chile (Humanistische Partei), Sabine Rubin aus Frankreich (France Insoumise), Sergio Pascual aus Spanien (Podemos) und der Argentinier Marcos Cleri (Unidad Ciudadana) unterzeichneten die Verpflichtung und fügten ihre Namen Hunderten von Menschen aus 27 Ländern hinzu.

Die Unterzeichnung erfolgte in Anwesenheit von Carlos Umaña (ICAN-Koordinator für Lateinamerika und die Karibik) und Aurora Bilbao von IPPNW, Spanien.

Unterschiedliche Perspektiven auf das, was uns auf dem Weg zur universellen menschlichen Nation verbindet

Die Eröffnungsveranstaltung des Europäischen Humanistischen Forums 2018 beinhaltete Momente der Analyse der aktuellen Situation und der Suche nach “dem, was uns auf dem Weg zur universellen menschlichen Nation verbindet”, dem Motto, das den Interessenschwerpunkt für das 5. Europäische Humanistische Forum bildet.

Auf dem Video-Kanal der Nationalen Fernuniversität Spaniens (UNED) können die Videos der Podiumsdiskussionen und die verschiedenen Momente des Eröffnungstages angesehen werden.

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Durchführungsort – Freitag, 11. Mai 2018

Das Eröffnungsplenum findet am Freitag, 11. Mai von 17.00 – 20.30 Uhr im Auditorium der Fakultät der Bildungswissenschaften der UNED statt.

Adresse:
Facultad de Educación – UNED
C/ Juan del Rosal, 14
28040 MADRID (more…)

EHF2018 wird live übertragen!

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Eröffnungsakt des Europäischen Humanistischen Forums 2018 von unseren Gastgebern bei UNED live übertragen wird. Das bedeutet, dass alle unsere Freundinnen und Freunde in ganz Europa und in der ganzen Welt, die nicht für die Veranstaltung reisen konnten, die Möglichkeit haben werden, live die Veranstaltung mitzuverfolgen oder sich später die Aufzeichnung auf unsere Website ansehen können.

Live Streaming auf folgenden Kanal: https://canal.uned.es/live/event/5ab0feedb1111f2e088b456e

Interview mit Alvaro Orus, Regisseur des Dokumentarfilms über das Bedingungslose Grundeinkommen

Im Rahmen des Europäischen Humanistischen Forums in Madrid wird am 12. Mai im Centro Civico El Pozo um 12 Uhr der Dokumentarfilm „Grundeinkommen – Unser Recht auf das Leben“ in spanischer Originalsprache gezeigt im Rahmen des Themenbereichs ‘eine neue Wirtschaftsform für die Universelle Menschliche Nation’. Wir haben mit dem Regisseur und Autor Alvaro Orus über seine neue Produktion gesprochen, die das hochaktuelle Thema des Bedingungslosen Grundeinkommens beleuchtet.

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Filmregisseur Lucio de Candia und ‚Bilder als Instrument zur Veränderung‘

Der italienische Regisseur Lucio de Candia gewann 2016 den Preis des International Film Festival der Aktiven Gewaltfreiheit (FICNOVA) für seinen Beitrag Balkan Blues. Die Gelegenheit seiner Teilnahme am Europäischen Humanistischen Forum 2018 in Madrid wollen wir nutzen, um ihn nach der Rolle der Bilder bei der Humanisierung des Menschen zu fragen.

EHF2018: Du wirst am Europäischen Humanistischen Forum 2018 im Themenbereich “Bilder als Instrument zur Veränderung” teilnehmen…. Zweifellos sind Bilder grundlegende Elemente dieses historischen Moments. Wie siehst du ihre Rolle, um eine Veränderungen in Gang zu setzten? (more…)